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04.Nov 2019

Rückruf ohne Folgen – KBA informiert Öffentlichkeit nicht über “schmutzigsten Diesel”!

Trotz eines bundesweiten Rückrufs des Porsche Cayenne S-Diesel durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) fährt Deutschlands Abgas-Champion unbehelligt (nicht-umgerüstet) weiter. Die Deutsche Umwelthilfe, die mittlerweile rund 130 Diesel-PKW auf Schadstoffausstoße hat prüfen lassen, krönte den Sportwagen, mit einer zwölfmal so hohen Umweltbelastung wie erlaubt, zum neuen “Negativ-Spitzenreiter” und forderte einen Rückruf durch das KBA. Tatsächlich fand dieser Schritt bereits im August 2018 statt.

Anders als bei ähnlichen Rückrufen durch die Bundesbehörde in Flensburg wurde die Öffentlichkeit über diese Maßnahme in den letzten 14 Monaten nicht informiert. In der dafür vorgesehenen Datenbank des KBA ist der Rückruf ebenfalls nicht verzeichnet. Porsche selbst verzichtete gänzlich auf Pressemitteilungen zum Rückruf, sondern informierte die Öffentlichkeit lediglich auf Anfrage oder im Kleingedruckten eines Website-Postings zu Beginn des Jahres. Dort heißt es, dass betroffene Porsche-Halter von zuständigen Händlern mit einer technischen Lösung kontaktiert würden.  Auf Anfrage teilte Porsche mit, dass ein Software-Update für die 5000 zugelassenen Fahrzeuge bisher nicht exisitiert. 

Das bedeutet der Rückruf für betroffene Fahrzeughalter

Halter von betroffenen Fahrzeugen können einen Anspruch auf Schadenersatz gegenüber Porsche geltend machen. “Wir setzen aktuell bereits die Rechte von mehr als 11.000 Fahrzeughaltern von manipulierten Fahrzeugen in Deutschland durch”, kommentiert der Rechtsanwalt Claus Goldenstein, Inhaber der Kanzlei Goldenstein & Partner und führt fort:

“Der jüngste Vorfall um Porsche und das Kraftfahrt-Bundesamt zeigt einen groben Verstoß am Verbraucher auf. Weder wurden Fahrzeughalter informiert, noch bietet der Hersteller technische Lösungen an. Auch für Porsche-Modelle haben wir bereits vielfach Entschädigungen durchgesetzt, die über dem Marktwert der jeweiligen Fahrzeuge liegen. Für unsere Mandanten ist die Durchsetzung ihrer Rechte stets risikofrei, denn wer keine Rechtsschutzversicherung hat, kann die Leistungen unseres Prozesskostenfinanzierers in Anspruch nehmen. Dadurch fallen für unsere Mandanten keinerlei Kosten an. Betroffene Fahrzeughalter können ihre rechtlichen Möglichkeiten auf rightnow.eu kostenfrei und unverbindlich prüfen lassen und uns mit der Durchsetzung ihrer Rechte beauftragen.”

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